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Das maal chunt der Ääschme z schpaat - Züri-Krimi 23

Büxi Hauenschild will Fotografin werden – und wird vermisst. Isch si devooggloffe? Isch si entfüert woorde? De Harald Haueschild hät gält und mit em Ääschme sinere scheffin gschtudiert. Die mäint dän au, sii müesi s heft i d hand nèè und bildet e Soko. Was ussert em Ääschmen au em schtaatsaawalt Chlotz nöd gfalt. De Haueschild mäint, er wüssi s besser, d scheffin mäint, si wüssi s na besser. De fall nint en unerwaarteti wändi – e böösi. Em Ääschme tuet d erinerig a dèè fall na lang wee.

1

E zèèchi underhaltig,
en psuech a de Föörschterschtraass
und an epaar ggringeren oort.

Daas häd er doch scho maal ghaa! Zum Tüümler doozmaal häd er müese, und bi dèm isch der Isegrind ghocket.[1] Und en schiissfall isch woorde druus. Und iez wider! S ‹chrischchindli› häd en zu iren übere la voortraabe. Und wider hocket so äine daa, bolzegraad, wiisses hämp, koräkt pundni grawatte, poschettli, maassaazùùg, goldegi manschettechnöpf, di schwaarze haar hinderegschtrèèlet (und vilicht gfèrbt), usimpaateschi lippe, unaaggnèèmi auge, ticki augschbraue, und d huut solaarium-bruun. Glattrasiert, grad de huut naa. D schue gseed er nööd, aber d schuebändel händ sicher phèrfäkti schlick, all gliich lang, und dur d söleli dure gschpüürt er s chliinscht chiselschtäindli.

D frau tokter Caliander schtelt s enand voor und chunt grad zur sach: «Em hèr tokter Haueschild sini tochter isch verschwunde, entfüert, wie s uusgseet. Er bittet öis um hilff.»

«Si sind scho bi de ‹Faandig› gsii, bim Patrick Fischer? Daas falt zeersch emaal i siis gebiet.»

«mììr mached daas!» faart d scheffin zwüschetine, vor de Haue-schild öppis cha säge.

Der Ääschme schwigt, wil er d scheffin nöd scho wider wott prowoziere und zuckt blos mit den achsle. Was si natüürli gseet. Sicher gseet si au, das er i siim hämp nöd grad ggomilfoo daasitzt, eerschna mit den oberschte zwee chnöpf offe. Sii gschpüürt d hitz in irem schagettchläid alemaa so wenig wie de Haueschild i sinere maasskluft. Der Ääschme gschpüürt en tropfe siin rugge duraab­lauffe. Aber er isch braav hüt und schtelt sini fraage: «Wie häisst Iri tochter?»

«Dimiitria. Haueschild.»

«Wie alt isch si?»

«Achzäni.»

«Was macht si?»

«Si schtudiert. Kunschtgschicht. – Und fotografii.» D fotografii chunt nach ere phause, wie wänn s em vatter nöd rächt wèèr.

«Wänn händ Se si s letsch maal gsee?»

«Vorgeschter, bim zmoorge.»

«Wänn ggnau?»

«Muesch entschuldige, Harald», säit d scheffin zum Haueschild, und – im en andere toon – zum Ääschme, «gaat das nöd andersch, hèr Ääschme?»

«Ich glaub, de hèr Haueschild wott sini tochter wider finde, wän ich das richtig verschtande ha?»

De Haueschild nickt epaar maal chùùrz hinderenand: «Jaja, isch scho guet.»

So faart der Ääschme wiiter: «Wänn ggnau am zmoorge?»

«Wie imer, um di halbi achti.»

«Werum tänked Si, das es en entfüerig isch? Si chönt ja au bin ere fründin übernachte oder bim fründ. Händ Si scho ume­gfrö˜ö˜get?»

«Hèr Ääschme!» maanet d scheffin wider.

«Ich wäiss, ich wäiss, frau tokter, d familie Haueschild isch en aaschtändegi familie, aber wüsse muen i s gliich. – Hät si usswèrts übernachtet?»

De Haueschild schüttlet de chopf.

«Vorgeschter isch midwuch gsii. Waas hät si ggmacht nach em zmoorge?»

«Si isch a d Kunschtggwèrbschuel, das häisst a d Schuel für Gschtaltig. – Hät si ämel gsäit.»

Der Ääschme schtutzt: «S semeschter isch doch dure, und s nöi hät nanig aagfange, oder?»

«Si mues e seminaaraarbet mache und deet hät si d iirichtige.»

«Und zmittaag?»

[1] Züri-Krimi 19: Em Ääschme sini vier bäize

Der neue Krimi erscheint im März 2012 ein Kapitel lesen
etwa 100 Seiten
 
ISBN 978-3-908105-23-7

Lesungen Der Autor liest aus seinem neusten Krimi vor

Restaurant Öpfelchamer
Rindermarkt 12, 8001 Zürich

Restaurant Trübli
Bosshardengässchen 2, 8400 Winterthur


Dienstag, 6. März 2012, 18:45 Uhr
Mittwoch, 7. März 2012, 18:45 Uhr

Den neuen Krimi kann man am gewohnten Ort hören. Selbstverständlich unterhält man sich nachher beim Znacht mit alten und neuen Bekannten. 

Man muss sich einen Platz reservieren, entweder schriftlich oder telefonisch 044.251.23.36 (dienstags bis freitags) oder per Fax 044.262.75.33


Montag, 19. März 2012, 18:45 Uhr

Wiederum kann man den neuen Krimi auch mitten in Winterthur hören. Selbstverständlich kommt nach der Lesung die Gastronomie nicht zu kurz und die lebendige Unterhaltung mit Bekannten und Unbekannten.

Man muss sich einen Platz reservieren, entweder schriftlich oder telefonisch 052.212.55.25 (dienstags bis freitags) oder per Fax 052.212.55.25




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